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Hintergrundinformationen

Wichtigste Ursache der wirtschaftlichen Ausbeutung von Kindern ist die Armut:
In Indien, wie in den meisten Ländern mit einem hohen Anteil an arbeitenden Kindern, muss ein Großteil der Bevölkerung von weniger als einem US-Dollar pro Tag leben. Daher wird es meist als selbstverständlich angesehen, dass Kinder durch Lohnarbeit oder durch Unterstützung der Eltern zum Lebensunterhalt beitragen. Oft nutzen die Arbeitgeber die Notsituation der Familien rigoros aus und stellen bevorzugt Kinder ein, weil sie billiger sind, sich schlecht widersetzen können und sich nicht in Gewerkschaften organisieren, was ihnen einen gewissen Schutz vor Ausbeutung sichern könnte. Körperliche Misshandlungen gehören dadurch zum Alltag von Millionen ausgebeuteter Kinder.

Das Fehlen von Bildungsmöglichkeiten macht es den Kindern unmöglich, aus dem Teufelskreis der Armut auszubrechen. So bleiben Familien oft über mehrere Generationen hinweg an der ausbeuterischen Arbeit gebunden.


Kinderhandel

Jedes Jahr werden mehr als 1,2 Millionen Jungen und Mädchen von Menschenhändlern entführt und wie eine Ware verkauft, so zum Beispiel auch in Westafrika: Dort werden Kinder aus den benachbarten Ländern entführt und zu den Kakaoplantagen an der Elfenbeinküste transportiert, damit die Kinder dort mit Macheten Kakao für die Schokoladenindustrie ernten. Obwohl dies vielen namenhaften Herstellern von Schokolade bekannt ist, wird es weiterhin toleriert.

Manchmal kommt es auch vor, dass die Kinder von den Eltern selbst aus der Not heraus verkauft werden. Sie fallen auf die falschen Versprechungen der Menschenhändler rein und sehen ihre Kinder dann oft nie wieder.

Einmal in der Hand der Menschhändler, sind die Kinder der Willkür und Gewalt der Kriminellen schutzlos ausgeliefert. Sie müssen meist unter sklavenähnlichen Bedingungen leben, werden mit Misshandlungen an der Flucht gehindert und manchmal mit Drogen gefügig gemacht.