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Was wir tun können


Was wir als Verbraucher tun können

Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Jeder Verbraucher kann mit seinem Kaufverhalten somit maßgeblich dazu beitragen, ausbeuterischer Kinderarbeit entgegenzuwirken. Verschiedene Gütesiegel bieten dabei eine gute Orientierungshilfe:


GEPA
Als Europas größte Fair-Handels-Unternehmen setzt sich GEPA seit 35 Jahren für Gerechtigkeit im Welthandel ein und hat es sich zur Aufgabe gemacht, der Verarmung in den Ländern der Dritten Welt entgegenzutreten und dabei die kulturellen und gesellschaftlichen Verhältnisse zu berücksichtigen.
GEPA ist mit Handelspartnern in über 40 Ländern vertreten; überwiegend in Afrika, Lateinamerika und Asien. Verschiedene Kontroll-Systeme sichern die Einhaltung der Standards: So werden die Produzenten auf faire Arbeitsbedingungen, der Verwendung von Pestiziden, den Umgang mit Kinderarbeit und der Diskrimierung von Frauen hin überprüft.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von GEPA.


Fairtrade
Der gemeinnützige Verein TransFair setzt sich global für einen fairen Handel ein, damit sich die Bauern und Plantagenarbeiter in den Entwicklungsländern einen angemessenen Lebensunterhalt leisten können. Dabei stellt Fairtrade keine eigenen Produkte her, sondern vergibt als unabhängige Initiative Siegel für Produkte, die den Standards des Drei-Säulen-Systems von Fairtrade erfüllen:

1) Ökonomie: u.a. stabile Mindestpreise, Beratungsangebote,
2) Ökologie: u.a. umweltschonender Anbau, Förderung des Bio-Anbaus,
3) Soziales: u.a. Verbot von ausbeuterischer Kinderarbeit und Diskriminierung, Gemeinschaftsprojekte.

Die Inspektion der Einhaltung dieser Standards sowie die Zertifizierung erfolgt dabei in Zusammenarbeit mit FLO-Cert.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von Fairtrade.


UTZ Certified
Um einen wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit zur leisten, wählt UTZ Certified einen praktischen Ansatz: Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Marken steht im Vordergrund der Unternehmensarbeit, sodass eine nachhaltige Beschaffung von Rohstoffen für Kakao, Kaffee und Tee gewährleistet wird.
Um eine UTZ-Zertifizierung zu erhalten, müssen die kooperierenden Hersteller die in den Verhaltens-normen von UTZ festgetzten ökonomischen, sozialen und umwelrelevanten Kriterien erfülen.
Ziel ist es, den Lebensstandard in den Entwicklungsländern zu verbessern.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von UTZ.



Was Unternehmen tun können

Das Handelsunternehmen sollte seine Zulieferer zur Einhaltung der grundlegenden Arbeitsrechte und zur Zahlung existenzsichernder Löhne verpflichten. Kodizes und Standards berufen sich auf die grundlegenden Arbeitsrechte, wie sie die Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) festschreiben: Das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit, Gewerkschaftsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen sowie das Verbot von Diskriminierung. Existenzsichernde Löhne für Erwachsene, feste Arbeitsverträge und die Gewährung von Sozialleistungen, wie etwa Kranken- oder Arbeitslosenversicherung, ermöglichen Familien, ihre Kinder zur Schule zu schicken und verhindern Kinderarbeit. Unternehmen prüfen die Einhaltung des Verhaltenskodex, entweder durch firmeneigene Audit-Organisationen oder durch beauftragte Prüfungsunternehmen.

Die Unterstützung von Projekten für Kinderarbeiter ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Vor Ort kann sofort und direkt geholfen werden, ausbeuterische Kinderarbeit nachhaltig zu beenden: Mit Schul- und Ausbildungsprojekten und Einkommensalternativen für Familien.

Wir halten eine abrupte Abschaffung von "selbstbestimmter" Kinderarbeit für gefährlich, wenn es keine Alternativen für die Kinder und ihre Familien gibt (siehe: Kinderarbeit sofort stoppen?). Die Abschaffung der wirtschaftlichen Ausbeutung, die, wie sie hier beschrieben wurde, organisierte Kriminalität darstellt, ist für Make A Change allerdings ohne Frage direkt anzustreben.