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Definition

Es wird von sexueller Ausbeutung gesprochen, wenn Kinder gegen ihren Willen zur Prostitution oder Pornographie gezwungen werden oder zu diesen Zwecken herangezogen und/oder an Dritte vermittelt oder angeboten werden. Geschieht dies im Austausch von Geld, spricht man auch von
"kommerzieller sexuellen Ausbeutung von Kindern".


Damit zählt die sexuelle Ausbeutung von Kindern zu den "schlimmsten Formen von Kinderarbeit", wie sie in der Konvention Nr. 182 der Internationalen Arbeiterorganisation (ILO) definiert wurden. Demnach ist jede Form von Kinderarbeit verboten, "die ihrer Natur nach oder aufgrund der Umstände, unter denen sie verrichtet wird, voraussichtlich für die Gesundheit, die Sicherheit oder die Sittlichkeit von Kindern schädlich ist". Darunter zählen neben der sexuellen Ausbeutung von Kindern:

-   Alle Formen der Sklaverei oder alle sklavereiähnlichen Praktiken, wie den Verkauf von Kindern und
    den Kinderhandel, Schuldknechtschaft und Leibeigenschaft sowie Zwangs- oder Pflichtarbeit
    (siehe: Wirtschaftliche Ausbeutung von Kindern),
-   die Zwangs- oder Pflichtrekrutierung von Kindern für den Einsatz in bewaffneten Konflikten
    (siehe: Kindersoldaten),
-   das Heranziehen, Vermitteln oder Anbieten eines Kindes zu unerlaubten Tätigkeiten, insbesondere
    zur Gewinnung von und zum Handel mit Drogen, wie diese in den einschlägigen internationalen
    Übereinkünften definiert sind.