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Was wir tun können

Kinderhandel und Kinderprostitution finden immer im Untergrund statt und sind daher nur schwer aufzudecken. Daher kann die Anzahl der Opfer nur geschätzt werden und die Dunkelziffer ist erschreckend hoch. Dennoch gibt es Dinge, die getan werden können, um gegen die organisierte Prostitution von Kindern vorzugehen.


Rechtliche Lage

Viele Länder haben sich in internationalen Übereinkommen dazu verpflichtet, gegen Kinderprostitution vorzugehen und entsprechende Gesetze verabschiedet. In Thailand ist Prostitution illegal und in den Philippinen können sich Touristen strafbar machen, wenn sie ein Kind unter 18 Jahren mit auf ihr Hotelzimmer nehmen. Wer ein Kind unter 12 Jahren mitnimmt oder es zur Prostitution zwingt, kann mit hohen Gefängnisstrafen oder dem Tod bestraft werden.
Auch Deutschland unterstützt den Kampf gegen Kinderprostitution mit strengen Gesetzen. Männer, die Kinder im Ausland sexuell missbraucht haben, können nun auch nach ihrer Heimkehr nach Deutschland vor Gericht gestellt werden. Das Gesetz gilt auch, wenn die Männer nicht mehr in Deutschland wohnen, aber einen deutschen Pass haben.


Hilfsorganisationen

Es gibt viele Hilfsorganisationen, die sich für die Rechte von sexuell ausgebeuteten Kindern einsetzen, so z.B. ECPAT oder UNICEF. Sie setzen sich global für die Verbesserung der Lebenssituation der Kinder ein und bieten häufig auch „Auffangbecken“ für sexuell ausgebeutete Kinder. Nicht minder wichtig aber sind lokale Organisationen, die Anlaufstellen für geflohene Kinder bieten und ihnen helfen, durch eine Therapie und eine Ausbildung wieder auf eigenen Beinen stehen zu können.


Prävention

Besonders wichtig ist es auch, eine angemessene Aufklärung zu betreiben: Es müssen erstens die Menschen, die in Gebieten mit hoher Kinderprostitution leben oder dorthin verreisen, auf das Thema aufmerksam gemacht werden, und zweitens müssen die Kinder über ihre Rechte aufgeklärt werden. Ersteres geschieht schon teilweise mit verschiedenen Aktionen von terre des hommes, so werden Videospots im TV ausgestrahlt, die auf das Thema Kinderprostitution aufmerksam machen.
Einige Reisegesellschaften zeigen diese Videos auch in ihren Flugzeugen, die Gebiete Thailand oder Kambodscha anfliegen.

Ebenso wichtig ist es aber auch, das Selbstwertgefühl der Kinder schon in jungen Jahren zu stärken. Sie müssen wissen, dass ihnen Unrecht geschieht und sie das Recht haben, sich an die Polizei zu wenden. Denn oft ist es so, dass die Kinder aus Angst vor juristischen Folgen keine Hilfe suchen oder denken, dass sie selbst Schuld an ihrem Schicksal seien, weil sie nie gelernt haben, etwas wert zu sein.